Ursachen, Behandlung und Tipps
Agoraphobie gehört zu den häufigen, jedoch der spezifischen Angsterkrankung, da sie des Öfteren mit der Klaustrophobie (Raumangst) oder der Sozialphobie (Menschenangst) in Verbindung gebracht wird. Genau genommen handelt es sich um eine Angst vor der Gefahr in der Öffentlichkeit, bzw. an öffentlichen Plätzen, bei der sich eine starke Verhaltensweise mit der Vermeidung eigentlich ungefährlichen Orte und Situationen zeigt. Kommt die Agoraphobie einmal auf, dann immer plötzlich mit einer Panikstörung, begleitet von vielen Symptomen. Die Agoraphobie hat wie jede andere Angsterkrankung ihre Ursachen und ist therapierbar.

Agoraphobie und ihre Definition


Der deutsche Psychiater Carl Westphal hat Folgendes auf die Begriffserklärung der Agoraphobie zitiert: „nicht möglich sei, über freie Plätze und durch gewisse Straßen zu gehen und sie aus Furcht vor solchen Wegen in der Freiheit ihrer Bewegungen“, eingeschränkt sein, und bei der es sich um eine „neuropathische Erscheinung“handele.

Im Vordergrund der Agoraphobie steht die Furcht vor unerwarteten Panikattacken mit Kontrollverlust in der Öffentlichkeit, wie in eine Menschenmenge, Gebäuden, Marktplätzen, Aufzügen oder auf Reisen mit der Angst dabei hilflos allein gelassen zu sein. 


Weitere folgende Ängste können bei der Agoraphobie auftauchen:


  • die Angst vor Kontrollverlust
  • die Angst vor Panikattacken und sich dabei peinlich zu verhalten
  • die Angst dass etwas schlimmes passiert
  • die Angst vor Herzinfarkt
  • die Angst vor Ohnmacht
  • die Angst zu sterben
  • die Angst verrückt zu werden 

Die größte Angst jedoch wird durch die Gedanken ausgelöst, wie der Erwartungsangst oder der Angst vor der Angst.

Ursachen


Die Hauptursachen der Agoraphobie liegen in einem schlimmen Erlebnis aus der Vergangenheit, wie dem Verlust eine nahestehenden Person, Trennung vom Lebenspartner, Probleme am Arbeitsplatz oder innerhalb der Familie. Weiterhin können lang anhaltender Stress, Alkohol und Drogenmissbrauch sowie Nebenwirkungen von Medikamenten die Agoraphobie verursachen. Neben traumatischen Erlebnissen und dem Einfluss von Medikamenten, kann die Agoraphobie in Kombination mit soziale Phobie oder der Klaustrophobie vorhanden sein. Der Betroffene entwickelt so aus der Überzeugung heraus, dass in bestimmten Situationen was Schlimmes passieren wird, die Erwartungsangst und die generalisierte Angststörung.

Wie bei jeder Angststörung, ist auch bei der Agoraphobie das Zusammenspiel von Gedanken, Gefühlen und Körperreaktion entscheidend, die einzeln und individuell auftreten aber sich auch gegenseitig beeinflussen. Aufgrund der Verstrickung dieser Gefühle und Gedanken verlässt der Betroffene seine Wohnung immer wenigen, schränkt seine Lebensqualität ein, bis es letzten Endes zu einer völligen Abkapselung von der Außenwelt kommt.


Die Symptome der Agoraphobie


Die Agoraphobie wird von einigen Symptomen begleitet, die sich durch das Aufkommen der Angst bemerkbar machen:


  • Herzrasen ausgelöst durch die Angst
  • Druck oder Gefühl de Enge in der Brust
  • Schwitzen
  • Atemnot
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Zittern
  • Mundtrockenheit
  • Sehstörungen
  • Beklemmungsgefühle
  • Bauchschmerzen
  • Schwindel
  • Hitzewallungen
  • Taubheit oder Kribbelgefühle am Körper

Therapiemöglichkeiten


Unabhängig davon, wie lange Sie mit dieser Angsterkrankung leben, sind die Therapiechancen sehr gut. Doch dafür ist der eigene Wille und die Bereitschaft von großer Bedeutung und je früher Sie handeln, umso schnelle werden Sie ihre Ängste bewältigen können.

Die kognitive Verhaltenstherapie hat sich besonders wirksam bei Angststörung wie Agoraphobie mit Panikattacken erwiesen, da sie die Entstehung der negativen Gedankenmuster, die zu der Angst führen aufzeigt. So ist eine gezielte Verhaltensänderung möglich.

Unterstützend zu der Verhaltenstherapie sind Entspannungsübungen wie das autogene Training, Atemtechniken oder das EFT (Emotional Freedom Technik).
sehr hilfreich.