Ursachen, Behandlung und Tipps

Das Selbstinstruktionstraining ist eine wirksam erwiesene Maßnahme, die bei der Behandlung von ADHS und in der Verhaltenstherapie eingesetzt wird. Es wurde von dem amerikanischen Psychotherapeuten Donald Meichenbaum entwickelt, der auf die Erkenntnis kam, dass negative unangemessene Selbstgespräche psychische Probleme verursachen und aufrechterhalten. Durch das Selbstinstruktionstraining werden innere Selbstgespräche gezielt beeinflusst und Anweisungen gegeben, die zu einer Selbststeuerung und Problembewältigung führen.

Therapie und Anwendung

Das Selbstinstruktionstraining ist ein einfaches und hilfreiches Instrument, welches in der Therapie von Angststörungen, Depression, Schmerzzustände, Abbau von Wut, Frustration oder Vorbereitung auf Stresssituationen eingesetzt werden kann.

Da wo Situationen unbegründet als Gefahr gesehen werden oder eben ein unlösbares Problem gesehen wird, können unangemessene Ängste aufkommen, die mit der Zeit das Leben stark beeinträchtigen können. Doch umgekehrt geht es auch: mit der angemessene positive Selbstinstruktion, die uns verhilf gelassen zu bleiben oder z.B. das Selbstvertrauen zu stärken.

Durch das Training werden innere Gespräche bewusst gemacht, überprüft und wenn nötig gezielt verändert.


Dabei gibt es 5 folgende Schritte:

• Aufgabenanalyse mit Frage: „Was soll ich tun“?

• Wiederholung des Arbeitsauftrages in eigenen Worten( Wenn Arbeitsauftrages klar ist, weiter zur Schritt 3, wenn nicht zurück zur Schritt 1).

• Ausführung des Arbeitsauftrages mit eine Schritt für Schritt Lösung. Dabei laut denken.

• Selbstkontrolle: ist alles richtig gemacht? Wenn nicht zurück zur Schritt 3 bzw.1

• Selbstverstärkung oder Eigenlob!


Weiterhin gibt es verschiedene Arten von Selbstverbalisationen je nach Situation und Thema:

• Zur Orientierung:“ Welche Möglichkeiten habe ich in dieser Situation“? „Was ist als Nächstes zu tun“?

• Zur eigenen Bewältigungsmöglichkeiten: „ Entspanne Dich“! „Tue eins nach dem Anderem“,“Du kannst Deine Angst in Grenzen halten“ .

• Zur Ermutigung von Aushaltens bei Angst und Panik: „Du kennst diese Angst und sie wird gleich weniger werden“, „Was ist in dieser Situation Trotz Angst möglich“?

• Zur Bewertung und Verstärkung: „ Ich habe durchgehalten“, „Es hat geklappt“, es ging schon besser als beim letzten Mal“.


Ziel dabei ist, die Aufmerksamkeit zu fokussieren, selbständiges Bearbeiten von Aufgaben zu ermöglichen und die positiven Ergebnisse zu verstärken.