Ursachen, Behandlung und Tipps

Da wo die Konfrontationstherapie keine Erfolge mit sich bringt oder die Überwindung gegenüber der Angst zu groß ist, hilft das Lernen am Modell besonders gut. Dabei handelt es sich um eine kognitivistische Lerntheorie von Albert Bandura mit dem Prinzip vom Lernen mittels Beobachtung und Imitation von Vorbildern. Um erfolgreich am Modell zu lernen, müssen bestimmte Voraussetzungen vorhanden sein. Sind diese erfüllt, können auch kognitive Prozesse in den Vordergrund treten, was die größte Bedeutung bei der Lerntheorie nach Bandura hat.

Lernen am Modell – wie das funktioniert

Wir Menschen sind in der Lage zur Selbstreflexion, vorausschauendem Denken und besitzen eine Symbolisierungsfähigkeit. Anders als bei der direkten Konfrontationstherapie kann der Lernende in einem Lernprozess bzw. Selbstreflexionsprozess durch das Beobachten des Verhaltens anderer Individuen aus der Folge der Beobachtung sich neue Verhaltensweisen aneignen oder bestehende erkennen bzw.verändern. Dabei durchläuft der Beobachter vom Erleben bis zur Ausführung eines Verhaltens folgenden Verarbeitungsphasen, die vorhanden sein müssen, damit die Beobachtung mit Erfolg ausgeführt werden kann :
• Aufmerksamkeitszuwendung: Damit Verhaltensweisen verinnerlicht oder in der motivationalen Phase ausgeführt werden können, ist die Aufmerksamkeit auf interessante Verhaltensweisen wichtig.
• Behaltensphase: die wahrgenommenen Verhaltensmuster müssen erst zwischengespeichert werden, bevor es zur Ausführung kommt.
• Reproduktionsphase: Hier ist die Motorik und Intelligenz gefragt, mit der motorischen Reife und der Fähigkeit es auszuführen.
• Motivationale Phase: Die motivationalen Aspekte bilden die Theorie, das die Lernenden von den Modellen lernen oder ausführen, die ihn bestärken oder für ihn sympathisch und autoritär sind.

Auswirkung auf das Verhalten

Das Beobachten am Modell kann das Verhalten des Beobachters in vielerlei Hinsicht beeinflussen und ihn zu neue interessante Verhaltensweisen bringen. Dabei kann das folgende Effekte auf sein Verhalten haben:
• Einen modellierenden: Durch den Beobachter werden für ihn bisher neue Verhaltensweisen gelernt.
• Einen hemmenden: Die Häufigkeit eines bereits erworbenen Verhaltens werden reduziert, weil am Modell negative Konsequenzen erlebt worden sind.
• Einen enthemmenden: bereits gelernte Verhaltensweisen werden häufiger gezeigt, weil der Beobachter die positive Resonanz sieht und erkennt.
• Einen auslösenden Effekt:ist wenn der Beobachter das erste mal das am Modell gelernte Verhalten zeigt.

Das Lernen am Modell kann bei der Behandlung von Phobien oder viel mehr spezifischen Phobien wie Flugzeugangst, Spinnenangst angewendet werden.