Ursachen, Behandlung und Tipps

Gehören Sie zu den Menschen die Zahnarztangst oder schon Oralphobie haben? Gehen Sie äußerst ungern zum Zahnarzt und haben höllische Angst vor der Behandlung? 60 bis 80 Prozent der Bevölkerung haben Angst vor dem Zahnarztbesuch, bis zu 20 Prozent gelten als äußerst ängstlich und 5 bis 7 Prozent leiden unter der Oralphobie und vermeiden den Zahnarztbesuch völlig. Hauptgrund ist eine schlechte Erfahrung, die beim Zahnarztbesuch erlebt wurde. Mit diesen Tipps und Behandlungsmöglichkeiten holen Sie Ihre Lebensqualität zurück.


Zahnarztangst oder Oralphobie?


Das viele Menschen mit unangenehmen Gefühlen zum Zahnarzt gehen, ist verständlich, doch gibt es Menschen, die unter dem Zahnarztbesuch mit Angstzuständen richtig leiden. Dabei sind zwei Formen von Angstzuständen zu unterscheiden:


  • Zahnarztangst: ein nicht krankhaftes bedrohliches Angstgefühl, der kurz vor dem Zahnarztbesuch auftritt, mit Symptomen wie Herzrasen, Schweißausbrüche und erweiterte Augenpapillen. Auch wenn die Angst bei dem Betroffenen groß ist, ist sie überwindbar. Ursachen der Zahnarztangst können folgende sein: ausgeprägte eigene schlechte Erfahrungen (Traumatische Erfahrungen), Unsicherheit oder Misstrauen dem Zahnarzt gegenüber, Erwartungsangst mit Folgen der eventuellen Schmerzen.
  • Zahnarztphobie: anders als bei der Zahnarztangst, ist die Zahnarztphobie eine Erkrankung mit Folgen von Karies und Entzündungsherden, fehlenden Zähnen bis hin zu Abszessen. Dies führt häufig zu eine Beeinträchtigung der Lebensqualität und Leidensdruck aus Verzweiflung, Depression und Alkoholsucht bis zu Isolation mit Abbruch der sozialen Kontakte. Auch die Nahestehenden leiden unter der Situation. Im Vergleich zu einem Angstpatienten, ist bei dem Oralphobie die Angst unüberwindbar und führt zu dem völligen Aussetzen eines Zahnarztbesuches. 
Ursachen für die Oralphobie können alle Situationen und Objekte in der Zahnarztpraxis sein, doch führt die Verschiebung bis hin zu der Aussetzung des Zahnarztbesuches letzten Endes dahin.Weiterhin ist für den Patienten der individuelle Umgang mit der Angst, dem drohendem Selbstkontrollverlust und dem Gefühl ausgeliefert zu sein entscheidend.


Behandlung der Zahnarztangst


Sicher ist der Gedanke, den Schritt zum Zahnarzt und somit aus der Angst vorzunehmen, nicht einfach, jedoch Lebenswert. Meistens braucht dies Zeit und Mut, der Punkt wird jedoch leider erst dann erreicht, wenn die Folgen schon gravierend sind.

Handelt es sich bei Ihnen um die Zahnarztangst, können Sie folgende Maßnahmen treffen:
  • Den Zahnarzt des Vertrauens suchen und Ängste ansprechen. Es gibt Zahnärzte, die nur auf Angstpatienten spezialisiert sind.
  • Die Angst mit Atemübungen oder die Entspannungsmethode Autogenes Training/Progressive Muskelentspannung bekämpfen.
  • Nehmen Sie zum Termin eine Person des Vertrauens mit, dies erleichtert den Zahnarztaufenthalt um einiges.
  • Machen Sie sich erst nur einen Kontrolltermin aus, mit eine Schrittweise Behandlung wenn nötig. Halten Sie jedoch die Termine ein und die Angst wird immer weniger.

Ist die Angst schon stark ausgeprägt mit dem bestehen der Oralphobie, haben Sie viele Möglichkeit, doch den ersten Schritt müssen Sie tun.

  • Die Angst vor dem ersten Zahnarztbesuch überwinden und die Gedanken ruhiger bekommen mit den oben beschriebenen Entspannungsmethoden.
  • 3 Termine Therapie: Von Dr.Leu entwickelte 3 Termine Therapie wurde für Menschen mit Oralphobie entwickelt und ist aufgebaut aus den Schritten 1.Persönliches Gespräch und Beratung, 2.Behandlung unter Vollnarkose, 3.Eingliederung von Zahnersatz ohne Narkose. Es ist noch zu erwähnen, dass die Behandlung unter Narkose eine gute Alternative ist, jedoch wird die Phobie und Angst auf Dauer nicht gelöst.
  • EMDR (Eye Movement Dissociation and Reintegration Therapie) ist ein Verfahren bei dem Ängste und posttraumatische Angstzustände behandelt werden können.
  • Hypnose (Trance): als das älteste Heilverfahren und anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren, ist es bei der Behandlung von Ängsten, Phobien nicht nur kurzfristig, sondern dauerhaft wirksam.

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