Ursachen, Behandlung und Tipps
Die Klaustrophobie ist eine weitverbreitete spezifische Phobie, die oft mit der Agoraphobie und der sozialen Phobie in Verbindung gebracht wird, tatsächlich haben diese Angsterkrankungen nichts gemeinsam. Menschen, die unter eine Klaustrophobie leiden, haben je nach Unterleitung, entweder Angst vor engen Räumen oder die Angst durch die Enge zu ersticken, die mit Einengung in Verbindung stehen. Diese für den Betroffenen bewusste Angstsituation wir durch das Gefühl von ausgeliefert sein begleitet. Die Ursachen der Klaustrophobie können sowohl in Kindheitserfahrungen als auch in traumatischen im erwachsenen Alter liegen. Auch wenn die Panikattacken nicht zu überwinden erscheinen, sind die Therapiechancen sehr gut.

Die Ursachen und Symptome der Klaustrophobie


Die häufigsten Ursachen für die Raumangst liegen in Kindheitserfahrungen, wie die Erziehungsmethoden der Eltern mit dem Einsperren in enge dunkle Räume aber auch Unglücksunfälle oder Kinderspiele. Die Klaustrophobie kann sich aber auch im erwachsenen Alter durch traumatische Erlebnisse entwickeln, wie z.B. wenn die Person im Aufzug stecken geblieben ist oder zu lange im Auto eingeengt war nach einem Unfall. Ob sich die Raumangst danach entwickelt, ist stark von der persönlichen Sensibilität abhängig und wie die betroffene Person auf Druck und Stress reagiert. Weiterhin spielen genetische Veranlagungen eine Rolle. Die Einengung im privatem Leben, wie durch den Lebenspartner, kann ebenfalls die Angststörung auslösen. Dies kann sowohl seelische Natur sein als auch durch Freiheitsberaubung oder Einschränkung.

Reagiert die betroffene Person mit Symptomen bei solchen Erlebnissen durch die Enge, so kann sich dieses Befinden stark manifestieren, was sich dann später in einer ähnlichen Situation mit Angst und Panik bemerkbar macht. Die Symptome wie Atemnot, Herzrassen, Schweißausbrüche, Schwindel, Benommenheit, Schwitzen und Schmerzen mit enge in der Brust sind für die Klaustrophobie typisch und von Person zu Person unterschiedlich. Die Klaustrophobie wird nicht nur durch die Symptome, sondern auch durch die Gedanken mit der Angst geprägt. Diese Angst auslösenden Gedanken sind dabei möglich:


  • Die Angst „hier“ nicht lebend raus zu kommen oder zu ersticken
  • Die Angst nicht entfliehen zu können, oder ausgeliefert zu sein
  • In Ohnmacht zu fallen
  • Sterben zu müssen
  • Die Angst darüber, was andere denken, wenn die Panikattacken kommt
  • Verrückt zu werden
  • Die Kontrolle zu verlieren

Die Klaustrophobie erkrankte Person verspüren die Angst noch bevor sie sich in eine bestimmten Situationen oder an bestimmten Orten befinden. Typisches Verhalten ist dann die Suchen nach Fluchtwegen, sobald sie einen unsicheren Raum betreten. Um diese Räume und Situationen kann es sich handeln:


  • In öffentlichen Verkehrsmitteln, wie Bus/Bahn/Zug/Flugzeug
  • Enge und geschlossene Räume
  • Sonnenbänke
  • Umkleidekabine
  • Theater, Oper, Kinosaal
  • Volle Räume
  • Dunkelheit



Therapien und Tipps um die Klaustrophobie zu bekämpfen


Da wo sich die Angsterkrankung mit Panikattacken und Symptomen zeigt, ist eine Psychotherapie mit tiefenpsychologischen, psychoanalytischen oder Verhaltens psychologischen Ansätzen kombiniert mit der Konfrontationstherapie der einzige Ausweg. Auch wenn diese Methode sehr nervenzehrend ist, soll sich der Betroffene seinen Ängsten stellen und mithilfe des Arztes die Ursachen heraus finden. Die Konfrontationstherapie über die Hypnose ist dabei äußerst hilfreich und setzt bei der Ursache an.
Unterstützend zur Verhaltenstherapie, sind Atemtechniken und Entspannungsübungen wie progressiven Muskelentspannung oder autogenes Training von Nutzen.
Sind die Ängste in engen geschlossenen Räumen stark ausgeprägt, werden Medikamente zur Behandlung eingesetzt. Alternativ können homöopathische Mittel eingesetzt werden.