Ursachen, Behandlung und Tipps

DysmorphophobieFür viele Menschen bilden Spiegel die Wirklichkeit ab. Aber die Spiegel mancher Menschen lügen, denn sie zeigen dem Betrachter nicht dass, was andere sehen, sondern ein Monster, eine hässliche und verstellte Persönlichkeit. Aufgrund der negativen Einstellung, die aus Hass und Abstoß auf den eigenen Körper besteht, steht der an Dysmorphophobie erkrankte bei dem Blick in den Spiegel immer einem gestörten „ICH“ gegenüber. Schätzungsweise leidet jeder Hundertste darunter, wobei Frauen häufiger von der Dysmorphophobie betroffen sind, als Männer. Die Ursachen hierfür können eine gestörte Selbstwahrnehmung, persönliche Faktoren oder vererbte Stoffwechselstörung des Hormonhaushaltes sein. Auch wenn die Betroffenen aussichtslos sind, gibt es viele Therapiemöglichkeiten und einen Ausweg aus der Dunkelheit.

 

Die Ursachen der Dysmorphophobie

Die Krankheit beginnt meistens in der Jugend zwischen 14 und 20 Jahren. Die Ursachen für die Dysmorphophobie sind in erster Linie rein psychologisch, mit persönlichen Faktoren, wie ein geringes Selbstbewusstsein oder Selbstwertgefühl, mangelnde Selbstliebe, eine psychische Belastung oder übertriebener Schönheitsbegriff. Weitere Gründe können Traumatische Lebensereignise sein. Auch genetische Faktoren, wie eine vererbte Stoffwechselstörung des Hormonhaushaltes oder ein Mangel an dem Neurotransmitter Serotonin können die Dysmorphophobie verursachen.

Die Symptome der Dysmorphophobie

Diese Körperbildstörung wird in der klinischen Praxis häufig nicht als Krankheit erkannt oder unterstützt, vielmehr als eine Form der Depression angesehen. Nach dem amerikanischen Handbuch für Diagnose und Statistik bei seelischen Störungen ist die Dysmorphophobie eine eigenständige nicht wahnhafte somatoforme Störung (seelische Störung). Tatsächlich sind Depressionen nur einer der Folgen von Dysmorphophobie. Weitere folgen und Kennzeichen der Dysmorphophobie sind:

  • Bei dem vorhanden einer eventuellen Anomalie oder Schönheitsfehlers, ist die Wahrnehmung mit der Besorgnis stark übertrieben. Die betroffene Person verbringt viel Zeit mit der Beschäftigung dieser Einstellung oder Problemzonen, wie durch das Betrachten im Spiegel oder der Fragestellung, wie die Umwelt sie wohl wahrnimmt.
  • Der Blick in den Spiegel löst Furcht, Unbehagen und Erschrecken aus aufgrund des Erscheinungsbildes mit Selbsthass und Selbstverachtung.
  • Die Annahme von Komplimenten in Bezug auf das Erscheinungsbild ist schwierig, wegen der festen Überzeugung, dass dies nicht wahr oder gelogen sein.
  • Schwierigkeit den Körper zu zeigen, wie im Schwimmbad.
  • Die Problemstellen werden durch Kleidungsstück, Make-Up, Brille oder Hut bedeckt.
  • Schwierigkeit mit anderen zusammen zu sein, Partnerschaftsproblemen.
  • Wunsch nach medizinischer Behandlung und Hoffnung das eine Schönheits OP das Erscheinungsbild endgültig lösen könnte.
  • Durch den Leidensdruck und der Angst vor Ablehnung und Verachtung durch die Gesellschaft kommt es immer mehr zu dem Rückzug aus der Öffentlichkeit mit Isolation.
  • Durch das Auftreten der depressiven Verstimmung kommt es im schlimmsten Fall zu Selbstmordgedanken aufgrund der Überzeugung, das eigene Leben sei mit dieser Erscheinung nicht lebenswert. 1 Prozent der Betroffenen nehmen sich  nach Statistiken das Leben.

Auswege und Therapiemöglichkeiten

  • Durch eine kognitive Therapie kann die negative Überzeugung und Annahme bezüglich der Einstellung bei dem Betroffenen aufgedeckt werden, die zu einer Verhaltensveränderung und Selbstannahme führt. Es werden mithilfe des Therapeuten gute Argumente gefunden, dass die Grundüberzeugungen aus einer falschen Schlussfolgerung beruhen.
  • Es ist sehr ratsam für Sie als Betroffener, ein Tagebuch zu führen, um alle Resultate und Erkenntnisse festzuhalten. Auf diese Weise soll ihnen bewusst werden, was das Verhalten in Ihnen auslöst und was dazu führt, um einen späteren Rückfall zu vermeiden.
  • In eine Selbsthilfegruppe können Sie sich mit Gleichgesinnten austauschen und vieles für sich selbst mit nehmen.
  • Durch eine sportliche Betätigung verbessert sich Ihr Körpergefühl, Aggressivität wird abgebaut und durch den Besuch in einem Fitness Studio, beugen Sie den sozialen Rückzug vor.
  • Das Erlernen des autogenen Trainings, sorgt nicht nur für einen seelischen Ausgleich, sondern kann negative festgefahrene Gedankenmuster lösen.

 



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